Wenig Perspektiven im Verkauf
Eine mittlere allgemeine Zufriedenheit, aber kaum berufliche Perspektiven: Das sind die Hauptaussagen des Verkaufspersonals in einer Umfrage des SBV.
Original-Fragebogen
(Zu Informationszwecken, bitte nicht mehr ausfüllen)
Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkaufs und der Reisebüros SBB haben sich an der Umfrage des Unterverbands SBV beteiligt. Einzelne Ergebnisse zeigen eine befriedigende Situation, so etwa bei Pausenräumen und Freizeitgestaltung, und auch das Betriebsklima wird allgemein als gut bezeichnet. Andere Ergebnisse hingegen sind ernüchternd. Vor allem die Aussage einer deutlichen Mehrheit der Antwortenden, dass sie keine berufliche Perspektive im Verkauf sehen, ist erschreckend.
«Mich überrascht das Ausmass dieser Aussage; hier hat die SBB eindeutig Handlungsbedarf, um dem Personal die Chancen innerhalb des Unternehmens aufzuzeigen », sagt SBV-Zentralpräsidentin Elisabeth Jacchini.
Zu grosser Arbeitsdruck
Deutlich sind auch die Aussagen, dass der Arbeitsdruck zugenommen hat und
zu wenig Zeit zur Verfügung steht, um sich über neue Angebote und Anweisungen
zu informieren. Dies ist offensichtlich eine Folge der Sparmassnahmen. «Der
Verkehr nimmt weit über den Erwartungen zu, gleichzeitig werden Personal abgebaut
und Bahnhöfe geschlossen: Diese Rechnung kann nicht aufgehen, da leidet der
Kundendienst», hält Jacchini fest. Wartezeiten von bis zu einer Stunde sind
weder den Kunden zuzumuten noch dem Personal, das danach den Kopf dafür hinhalten
muss.
Übersicht der Resultate
Perspektiven
75 Prozent der Deutschschweizer und sogar 88 Prozent der West- und Südschweizer
sehen keine konkrete Entwicklungsmöglichkeit im Beruf.
Arbeitssituation
Jeweils die Hälfte der Befragten ist ganz oder teilweise zufrieden und unzufrieden, wobei die West- und Südschweizer stärker im Mittelfeld bewerten.
Freizeitgestaltung
Nur ein kleiner Teil der Befragten erklärt, die Freizeit nicht wie gewünscht planen und beziehen zu können.
