Neue SEV-SBV-Sektion Transportpolizei
Reintegration der Transportpolizei in die SBB führt zu einer Strukturanpassung im Unterverband des Betriebs- und Verkaufspersonals SBV
Am 23. Juni haben rund 50 Transportpolizist/innen in Bern eine neue SEV-SBV-Sektion gegründet. Der Saal im SEV-Zentralsekretariat war prallvoll, denn ein ganzes Fünftel der 250 Mitarbeitenden der SBB Transportpolizei Schweiz AG (TPO) war angereist, darunter sieben Frauen. Anwesend war auch TPO-Kommandant Harry Wessner. Er gratulierte seinen Leuten zur Sektionsgründung und bekräftigte, dass er sich auf eine konstruktive, offene Zusammenarbeit freue.
SEV-Präsident Giorgio Tuti betonte, der SEV sei als grösste öV-Gewerkschaft in der Schweiz mit einem Organisationsgrad von 70 % bei der SBB der richtige Partner für die Transportpolizist/innen. Er versicherte diesen, dass der SEV sie nicht nur bezüglich der Anstellungsbedingungen vertreten werde, sondern auch hinsichtlich beruflicher Anliegen. Das nötige Polizei-Know-how werde sich der SEV rasch aneignen.
SBV-Zentralpräsidentin Elisabeth Jacchini freute sich über den vollen Saal, dankte für das Interesse und den gewählten Funktionsträger/innen für ihr Engagement. Der SBV werde seine Mitglieder in allen Belangen, die ihre Arbeit betreffen, tatkräftig unterstützen.
Gewählt wurden als Sektionspräsident René Jaggi, als Vizepräsident Davide Gasparini, als Kassier Christian Wyss und als Sekretärin Anita Habegger. Als Beisitzer/innen (Vertrauensleute) stellten sich José Antonio Arturo, Jessica Felley, Claudia Gähwiler-Stäheli und Christophe Wirth zur Verfügung. Auch drei GPK-Mitglieder konnten gekürt werden.
SEV vor schwieriger Aufgabe
Geleitet wurde die Versammlung von SEV-Gewerkschaftssekretär Martin Allemann. Er erklärte nach der Versammlung gegenüber kontakt.sev, dass es eine grosse Herausforderung sein werde, die Transportpolizist/innen so ins SBB-Lohnsystem zu überführen, dass niemand eine Verschlechterung erfährt.
Eine neue Sektion drängte sich auf, weil die TPO per 1. Januar 2010 aus der SBB-Tochter Securitrans AG herausgelöst wurde. Die Mitarbeitenden der nicht hoheitlichen Bereiche Baustellensicherheit und Objektschutz dagegen bleiben in der Securitrans und damit auch in der SBV-Sektion Securitrans.
Da die TPO per 1. Januar 2011 vollständig in den Personenverkehr der SBB integriert wird, wird ihr Personal spätestens auf den 1. Januar 2012 dem SBB-GAV unterstellt. Zurzeit klärt der SEV ab, ob es für die Mitarbeitenden von Vorteil wäre, den aktuellen GAV der TPO schon Anfang 2011 durch den GAV SBB zu ersetzen. Bei der Klärung dieser Frage und bei den Verhandlungen zum GAV werden Vorstand und Mitgliedschaft selbstverständlich einbezogen.
Markus Fischer
