SBV Logo SEV Logo
22. Nov 2011 SBV- und VPV-Delegierte tagten gemeinsam zum Fusionsprojekt

Professionelle Mitgliederbetreuung gefordert

Bereits zum dritten Mal führten die Unterverbände SBV und VPV am 4. November in Zürich eine gemeinsame Delegiertenversammlung zum Thema Fusion durch. Diesmal ging es darum, von zwei Varianten diejenige auszuwählen, die den grössten Mitgliedernutzen aufweist.

Die Delegierten nutzten die Gelegenheit, den Zentralpräsidenten ihre Fragen zum Fusionsprojekt zu stellen.

Die Delegierten nutzten die Gelegenheit, den Zentralpräsidenten ihre Fragen zum Fusionsprojekt zu stellen.

Zur Eröffnung machten SBV-Zentralpräsidentin Elisabeth Jacchini und VPV-Zentralpräsident Roland Schwager darauf aufmerksam, dass es noch nicht um ein Ja oder Nein zur Fusion gehe, sondern um das Wie.

Die beiden Fusionsvarianten waren zuvor bereits an Delegierten- und Sektionsversammlungen und über den Sommer an speziellen Anlässen für alle Mitglieder in der ganzen Schweiz ausführlich vorgestellt worden. Viele Inputs der Basis hat die Arbeitsgruppe Fusion in die Varianten, die der Delegiertenversammlung nochmals kurz präsentiert wurden, einfliessen lassen. So sollen zum Beispiel bei der Variante «Professionell» die Präsidenten der Branchen gestärkt werden. Die Varianten sind aber bewusst noch nicht im Detail ausgearbeitet worden.

Dass eine gute Zusammenarbeit bereits heute möglich ist, bewiesen die Zürcher Sektionen von VPV und SBV, indem sie miteinander eine Analyse mit Verbesserungsvorschlägen einreichten. Aber auch in den übrigen Regionen fanden gemeinsame Mitgliederveranstaltungen statt. In der Arbeitsgemeinschaft Cargo Elsässer-Tor Basel wird schon am intensivsten zusammengearbeitet.

Mehrere Voten unterstützten die Profi-Variante und es wurde schnell klar, dass eigentlich niemand auf die Variante «Miliz» setzen wollte. Dennoch forderten einige Delegierte eine Verschiebung der Abstimmung mit dem Argument, dass die Varianten zuerst noch detaillierter auszuarbeiten seien. Insbesondere forderten sie genauere Angaben zur Sektionszugehörigkeit und zur Anzahl Sektionen. Doch die beiden ZP konnten klar machen, dass eine Feinausarbeitung beider Varianten höchst aufwändig wäre. Daraufhin wurde abgestimmt, und zwar offen. Es resultierte ein einstimmiges Votum für die Variante «Professionell», bei einer Enthaltung.

Organigrammvorschlag für die Fusion SBV-VPV

Das ist die Fusionsvariante «Professionell», die gegenüber der Variante «Miliz» klar obenaus schwang.

Wie geht es weiter?

Nun kann die Arbeitsgruppe Fusion diese Variante bis zur Delegiertenversammlung im Mai 2012 gründlich ausarbeiten und deren Kosten berechnen. Wichtig bleibt natürlich weiterhin der Einbezug der Basis. Jedes einzelne Mitglied kann über seine Sektion oder direkt bei den Arbeitsgruppenmitgliedern Vorschläge einreichen. Zudem wird geprüft, ob ein Internet- Forum aufgeschaltet werden könnte.

Bereits zur Prüfung entgegengenommen wurden zwei Verbesserungsvorschläge:

Das Zusammenspiel zwischen Branchen und Sektionen soll aufgezeigt werden, und die Branchenfelder sind eventuell mit Teilzeitanstellungen zu stärken. Zudem wurde erkannt, dass die Arbeitsgruppe personell aufgestockt werden muss. Dringend gesucht wird vor allem noch ein Mitglied französischer Muttersprache. Ebenfalls betont wurde, dass sorgfältige Arbeit sehr wichtig ist und dass die ehrgeizig gesetzten Termine für den Fusionsentscheid wenn nötig zu verschieben sind.

Damit endeten die hitzigen, engagierten Debatten, die die beiden Unterverbände ihrem Entscheid über die Fusion einen weiteren Schritt näher gebracht haben.

Urs Schopfer

Suche