SBV Rapperswil-Glarus besucht Stadler Rail in Bussnang
35 vorwiegend jüngere Kolleginnen und Kollegen besuchten am 13. November 2009 die Firma Stadler Rail in Bussnang. Unter der kompetenten Leitung von Herr Hubli wurde den Teilnehmer zuerst in Form einer Diashow das Gebilde Stadler Rail erklärt, bevor es danach zum Rundgang ging. Nachfolgend einige interessante Auszüge aus dem Referat.
Stadler Rail in Bussnang
Die Thurgauer Schienenfahrzeugbauerin ist dank Rekord hohem Auftragseingang relativ gut durch die Rezession unterwegs. Die Gruppe hat im vergangenen Jahr mit Aufträgen über 2,6 Milliarden Franken den höchsten Auftragseingang ihrer Geschichte erzielt. Diese Aufträge sichern laut Stadler in den nächsten 18 bis 24 Monaten eine gute Grundauslastung und damit Arbeitsplätze. Trotz der Unsicherheiten angesichts der allgemeinen Wirtschaftlage glaubt Stadler an den Werkplatz Schweiz und werde 90 Millionen Franken investieren, um zusätzlich Kapazitäten aufzubauen. Das Arbeitsplatzangebot in der Schweiz wird damit von heute gut 1600 auf 2100 erhöht. Die Investitionen sollen einerseits in den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Doppelstocktriebzüge im St. Gallischen Altenrhein fliessen. Weiter sollen in Oberwinterthur ein Kompetenzzentrum für Drehgestelle und im thurgauischen Erlen ein Inbetriebsetzungs-Zentrum entstehen. Hintergrund der Investitionen ist, dass Stadler zwei zentrale Aufträge gewinnen konnte: Einen der SBB über 50 Doppelstockzüge für die S-Bahn Zürich und einen der norwegischen Staatsbahnen über 50 Flirt-Züge für den S-Bahn-Verkehr um Oslo und den Intercity-Verkehr im Süden Norwegens. «Dank dieser beiden Aufträge dringt Stadler in die Marktsegmente des Doppelstock-Triebzugs sowie des einstöckigen Intercityverkehrs mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 200 km/h vor», wurde uns mitgeteilt. Der Eintritt in diese Marktsegmente erfordere die Erweiterung der Produktionsinfrastruktur.
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Zudem erneuert die Zentralbahn ihre gesamte Brünigflotte im Wert über 141
Millionen Franken. Laut Stadler-Rail handelt es sich um den grössten Zahnradauftrag
in der Unternehmensgeschichte.
Im In- und Ausland beschäftigt die Stadler Rail Group über 2400 Arbeitnehmende. Neben den Standorten Altenrhein, Bussnang und Winterthur gibt es weitere in Deutschland, Polen, Ungarn und Algerien. Die bekanntesten Fahrzeuge sind der Gelenktriebwagen (470 verkaufte Züge), der Regio Shuttle (402 verkaufte Züge) und der Flirt (515 verkaufte Züge). Im Bereich Strassenbahnen wurden 90 Tango verkauft, im Bereich Vollbahnen 255 Variobahn-Fahrzeuge. Punkto Strassenbahnen seien im vergangenen Jahr Meilensteine gesetzt worden, indem Stadler Rail Aufträge aus der norwegischen Stadt Bergen sowie aus Graz, München und Potsdam erhalten habe.
Anschliessend ging es unter kundiger Führung in zwei Gruppen auf den Rundgang
durch die Werkshallen. Manchem schlug sein Eisenbahnerherz bei soviel Drehgestellen,
Wagenkästen und top eingerichtete Arbeitsplätze höher.
Alle Anwesenden waren sich beim offerierten Apéro einig: «Es war ein gelungener Ausflug.» Daher möchten wir uns bei der Firma Stadler Rail für die Führung und den offerierten Apéro ganz herzlich bedanken.
Beim abschliessenden Abendessen in Grüningen wurde noch heftig debatiert und philosophiert.
SBV Rapperswil-Glarus
