Bericht der Herbstversammlung
Beinahe 50 Mitglieder durfte Präsident Manfred Schaffer im Hotel Bern begrüssen. Einen speziellen Gruss ging an unseren Referenten, Dr. Max Friedli, Direktor BAV. Weitere Gäste waren Rolf Moos vom SBV Basel und Beat Meier, Präsident der Sektion Bern/Wallis des Unterverbandes Bau, sowie unsere Zentralpräsidentin Elisabeth Jacchini. Die in den letzten Jahren begonnene Praxis zwecks Informations- und Gedankenaustausch auch andere Sektionen und Unterverbände einzuladen wurde auch dieses Jahr weitergeführt.
BAV Direktor Max Friedli
Die Sektionsgeschäfte waren schnell erledigt und gaben nicht viel zu reden. Als neuer Vertreter im Leitungsteam konnte aus dem Stellwerk Bern Martin Cavegn gewählt werden. Somit haben auch die Kolleginnen und Kollegen aus dem Stellwerk wieder eine Vertretung im Leitungsteam, da ja Urs Schopfer zu Tralech G gewechselt hat und Stephan Beck aus dem Leitungsteam ausgetreten ist. Hans Frutiger, langjähriger Mitarbeiter im FVP-Dienst, wurde diesen Sommer pensioniert und von uns mit SEV-Wein in den Unruhestand verabschiedet.
Aus dem Intressenfeld P berichtete Mathias Schmid über den geplanten Umbau
des Bahnreisezentrum Bern. Es ist vorgesehen, die jetzigen auf mehrere Standorte
verteilten Verkaufsräumlichkeiten im Erdgeschoss zusammenzufassen und im Untergeschoss
nur noch einen Raum mit Billettautomaten und einem Empfangsschalter zur Kundenlenkung
zu haben. Zur Überwachung des Projektes wird ein „Sounding Board“ geschaffen,
dem auch unsere Zentralpräsidentin Elisabeth Jacchini angehört. Wir haben da
also auch noch einen Fuss drin! Negative Auswirkung: Tourenstreichungen sind
wahrscheinlich!
U. Schopfer erwähnt das neue Erscheinungsbild unserer Homepage und bittet alle Mitarbeiter aus dem Verkauf, an der auf dieser Homepage veröffentlichten Umfrage bezüglich Belastung im Verkauf teilzunehmen!
Das Intressenfeld BF: Das IF Betrieb hat die BZ München der DB besichtigt und mit dem Betriebsrat (ähnlich PeKo) diskutiert und Gedanken ausgetauscht. Der ausführliche Bericht ist auf unserer Homepage sbv-online.ch zu finden! – Der Bahnhof Murten soll Fahrdienstbahnhof bleiben, dies als Grundausbildung für ZVL, damit sie noch eine Ahnung haben, was draussen im Fahrdienst passiert. Dies ist auch im Zusammenhang mit der ZVL-Ausbildung wichtig, die von einem Jahr auf nur noch sieben Monate verkürzt werden soll, mit Ausbildung hauptsächlich auf elektronischen Lehrsystemen.
Aus der PeKo BF berichtet neu Michael Schweingruber. Ein grosses Problem in
der BF-Region (wenn zum Glück auch nicht auf dem Platz Bern) ist die Tourenumsetzung
gemäss den neuen Vorgaben von AZG und BAV. Hier sind noch etliche Probleme
zu lösen. – Ein Problem des Platzes Bern ist hingegen die Personalverpflegung.
Seit der Schliessung des Personalrestaurants in der Schanzenpost ist die Kantine
der Allianz-Versicherung die einzige Möglichkeit geblieben sich günstig und
mit angemessenem Zeitaufwand (Wegzeit) zu verpflegen. Auch die bekannten und
noch nicht gelösten Probleme der BZ Olten und Zürich wurden erwähnt und gaben
einiges zu reden!
Unter Verschiedenem informiert Manfred Schaffer kurz über die Aktion „Schwarzes Loch“ des SEV am 30. November zur Pensionskassenproblematik und bittet alle, die können, daran teilzunehmen! Ebenfalls wird auf die jetzt anlaufenden Lohnverhandlungen 2010, die schwierig sein werden, hingewiesen. Es ist auch wichtig noch für zusätzliche Unterschriften für die öV-Initiative zu sorgen!
Beat Meyer dankt für die Einladung und erwähnt, dass die Essensproblematik auch in der PeKo Konzern bekannt ist und auf der Traktandenliste steht.
In einem interessanten Referat erläuterte uns Dr. Max Friedli, Direktor des
Bundesamtes für Verkehr (BAV) sein Amt, insbesondere über die Rolle, die es
spielt, die Mittel zu sichern und den Aus- und Überblick auf kommende Bahnprojekte
und Infrastrukturerneuerung nicht zu verlieren. Er dankte zuerst für die Einladung
und würdigte unsere Arbeit. Die Leistungen des Personals sind für den öV zentral.
Es ist auch ihm bewusst, dass wir in den letzten Jahren die Effizienz markant
gesteigert und die nötigen Reformschritte mitgetragen haben. Allerdings wird
der Druck auf den öV nicht kleiner werden und es ist nötig, dass die TU so
fit als möglich sind! Er machte klar, dass das BAV bei der Sicherheit keine
Abstriche duldet, weil diese zentral für den öV selbst ist und letztlich auch
für das Vertrauen der Kundschaft in den öV! Die kommenden Jahre werden einige
Knacknüsse bereithalten und von uns einiges abverlangen. Erwähnt seien nur
Bahnreform 2 oder die neuen Projekte ZEB, und Bahn 2030, welche weitgehend
Finanzierungsvorlagen sind. Es wird auch Diskussionen absetzen zwischen Ausbauten
und Substanzerhaltung.
Fazit: der öV ist zwar hervorragend, nicht zuletzt auch dank gutem, treuem Personal! Wir werden aber in den nächsten Jahren nicht um das Sparen herumkommen. Allerdings muss der Substanzerhalt des Netzes – bei SBB und KTU! – gewährleistet sein. Im RPV dürfen die Bundesmittel nicht weiter gekürzt werden, dies hätte schwerwiegende Folgen für den öV! Auch international muss versucht werden, einen Konsens zu finden und eine Art Lenkungssystem einführen zu können, damit sich der Modalsplit nicht zulasten der Bahn verschiebt. Ebenfalls müssen sinn- und massvolle Ausbauten ebenfalls möglich sein, wobei die Folgekosten, die über das ordentliche Budget zu finanzieren sind. Noch einmal betonte Max Friedli, die Sicherheit, sein in jedem Fall vorderstes Prinzip!
