Giorgio Tuti spricht Klartext und referiert über die Krise und die Pensionskasse SBB
Vor der Versammlung besuchten die Mitglieder die Räumlichkeiten des Radio
Argovia (siehe Foto). Nach der hochinteressanten Führung konnte man dem Programmleiter
Martin Sokoll Fragen stellen.


Nach dem Apéro konnte der Leiter Region Eugenio Tura an der Jahresversammlung vom 07. Juni zahlreiche Kolleginnen und Kollegen begrüssen. Speziell begrüsste er SEV Präsident Giorgio Tuti, Zentralpräsidentin Elisabeth Jacchini, Grossrat von Kanton Aargau Renato Mazzocco und André Tribolet von den SEV Versicherungen. Er stellte uns kurz die SEV Versicherungen vor.
Nach dem Essen sprach Giorgio Tuti in seinem Referat über die Bankenkrise und die horrenden Bonuszahlungen und Gehälter der Manager. Im Weiteren sprach er über Betriebsschliessungen, die Krise, Arbeitslosigkeit sowie das Sparprogramm des Bundesrates und die Sanierung der Pensionskasse SBB. «Das einzig Gute an den 1,148 Mia Franken ist, dass der Bundesrat damit zugibt, dass eine Schuld gegenüber der PK SBB besteht.» meinte Giorgio Tuti. Nach der Abstimmung wolle der SEV wissen, wie die einzelnen National- und Ständerätinnen und -räte abgestimmt haben. «Die von der SVP vorgeschlagene Nulllösung wäre eine Katastrophe für uns. Sollte dies eintreffen, müssten wir am nächsten Tag Massnahmen ergreifen.»
Nach dem Referat von Giorgio Tuti informierte unsere Zentralpräsidentin Elisabeth Jacchini, über die Probleme bei Cargo bzw. die Trennung von Cargo CH + INT. Im Bereich P besteht nach der Auswertung unserer Online-Umfrage beim Verkaufspersonal Handlungsbedarf! 75 bis 90 Prozent der Verkäufer sehen in ihrem Bereich keine beruflichen Perspektiven (vollständige Resultate). Die Leitung P-VS sucht das Gespräch mit dem SBV! Die Veränderungen bei IB: Durch die Zentralisierung der Betriebsführung in den Betriebszentralen werden Arbeitsplätze verschoben, mit direkten Auswirkungen aufs Personal.
Auch möchte die SBB das aktuelle Lohnsystem ersetzen. Das Projekt TOCO (TOtal COmpensation) läuft und ist in der Verhandlungsphase. Die SBB spricht von sich als erstklassigem Arbeitgeber, die Wertschätzung der Mitarbeitenden scheint aber kleingeschrieben. Weiter informierte unsere Zentralpräsidentin über die verschiedenen neuen Regionen im SBV und über eine allfällige Fusion mit dem VPV wurde kurz erläutert.
Nach dem Referat von unserer Zentralpräsidentin wurden beide Referenten mit einem kleinen Geschenk honoriert.
Als Abschluss wurden die statuarischen Geschäften bewilligt und die anwesenden Jubilare geehrt. Zum Schluss wünschte der Leiter Region allen eine schöne Sommerzeit, alles Gute und eine gute Heimreise.
Eugenio Tura
