Zwei Unterverbände – Zwei Sektionen – eine Versammlung!
Die Sektionen von SBV Bern und VPV Bern führen eine gemeinsame Mitgliederversammlung durch.
Vizepräsident Daniel Trolliet gratuliert den Jubilaren zu 40 Jahre Mitgliedschaft im SEV
Eine spezielle Mitgliederversammlung fand am 23. November in Bern statt: Die Sektionen von SBV und VPV Bern luden zur gemeinsamen Herbstversammlung ein. Dieses Novum entstand aufgrund der Tatsache dass SBV und VPV darüber nachdenken ob vermehrte Zusammenarbeit bis hin zu einer allfälligen Fusion der beiden Unterverbände sinnvoll wäre. So war es auch ein Anlass um sich besser kennenzulernen. 30 Mitglieder des VPV und 40 vom SBV konnten die beiden Vorsitzenden, Daniel Trolliet (VPV) und Manfred Schaffer (SBV) begrüssen. Daniel Trolliet musste kurzfristig einspringen, da der Präsident a.i. des VPV Bern, Roland Schwager, einen Unfall erlitt und nicht anwesend sein konnte.
Die Protokolle der Mitgliederversammlungen vom 15. April 2010 (VPV) und vom 06. Mai 2010 (SBV) wurden diskussionslos und einstimmig genehmigt. Die anwesenden Jubilare beider Verbände wurden geehrt.
Elisabeth Jacchini, Zentralpräsidentin SBV, zeigte den Stand der Zusammenarbeit SBV-VPV auf. Aus den bis jetzt erarbeiteten Varianten werden 2011 maximal zwei Modelle an die Sektionsvorstände zur Diskussion in den Regionen geliefert werden. Ende 2011 soll die beste Variante bekannt sein und an den Delegiertenkonferenzen 2012 der definitive Entscheid gefällt werden. Der neue UV könnte so per 01.01.2013 starten. E. Jacchini betont, dass es nicht darum gehe, eine Fusion um jeden Preis durchzuziehen! Eine Zusammenarbeit/Fusion muss den Mitgliedern einen Mehrwert bringen und darf nicht dazu führen, dass sich die Mitglieder heimatlos fühlen. Anfragen und Inputs der Sektionen sind immer willkommen!
Daniel Trolliet informiert über die OR-Verträge der SBB. Die SBB möchten den Anteil der Angestellten mit OR-Verträgen von 2% auf 5% steigern. Aktueller Stand ist bei 3,8%. Der VPV wehrt sich und hat Mitspracherecht erhalten. SBB und Sozialpartner haben in dieser Frage eine Arbeitsgruppe gebildet. Vertreter VPV sind R. Schwager und D. Trolliet. Der VPV wird vor allem beobachten, dass die 5% nicht überschritten werden! Es gilt ebenso zu beobachten und herauszufinden wo und auf welchen Stellen diese Leute mit OR-Verträgen arbeiten.
M. Schaffer erwähnt die Eröffnung der neuen BZ Zürich in Zürich Flughafen per 01.12.2010. Die zwischen den Sozialpartnern ausgehandelte Vereinbarung über die Begleitmassnahmen wird von der PeKo überwacht.
Heinz Suter von der Gewerkschaft Kommunikation (GeKo) stellte das Lohnsystem (LoPo) der Post vor, das in vielen Punkten dem neuen System ToCo der SBB übereinstimmt. Für die GeKo stellten sich die grössten Probleme beim neuen Lohnsystem bei den Lehrabgängern, den Einstiegslöhnen für neue Mitarbeiter unter 25 Jahren und bei den individuellen Leistungshonorierungen. Bei der jährlichen Lohnerhöhung ist ein Reporting und Controlling wichtig, damit klar ist wo die Lohnerhöhung eingebaut wird und wo Einmalzahlungen ausgerichtet werden.
Zum Schluss zeigte uns Giorgio Tuti die aktuellen Brennpunkte und Projekte des SEV auf. Nachzulesen sind sie vor allem in kontakt.sev Nr. 22 (SGB-Kongress) und Nr. 23 (Finanzierungsvorschläge für den öV). Die Wahlen 2011 resp. das Verhalten der Politiker bei öV-Fragen werden für den SEV auch ein Thema sein, ebenso natürlich die PK-SBB!
