Der ZVV Direktor zu Gast
Am Freitag den 15.04.2011 fand die Frühlingsversammlung des SBV Zürich statt. Ab 18:00 Uhr war Treffpunkt im Restaurant Cooperativo in Zürich. Schon bald fanden rege Gespräche unter den Mitgliedern statt und das offerierte Menu mundete allen.
Gegen 20.00 Uhr verschob sich die Versammlung ins nahegelegene UNIA Gebäude, wo im Konferenzsaal die Versammlung stattfand. Trotz unserem hochkarätigen Gastreferenten Franz Kagerbauer und dem aktuellen Thema «ZVV», erschienen nur gerade 20 Mitglieder (3% des Mitgliederbestandes).
Nach der Begrüssung durch den Präsidenten Markus Wittwer, brachte uns Direktor Kagerbauer mit Hilfe einer Präsentation den ZVV näher. Es erstaune ihn immer wieder, wie wenig Wissen über den ZVV (zB. Tarifhoheit, Fahrpläne, Finanzierung und Systeme etc.) vorhanden sei. Das Sagen beim ZVV hat der Kanton Zürich. Und der ZVV ist bei den Politikern mehrheitsfähig von links bis rechts, so dass Beschlüsse meistens ohne grössere Diskussionen «durchgewunken» werden. Dies gilt gleichermassen auch für das Stimmvolk, welches ÖV-Vorlagen stets mit grosser Mehrheit annimmt. Unser Gast zeigte uns auf, wie sich der ZVV von 1990 (Einführung S-Bahn) bis heute entwickelt hat und dass dieses rasante Wachstum auch in Zukunft nicht geringer wird. Damit der ZVV dafür gewappnet ist, werden Neubauten wie die Durchmesserline gebaut und studiert man Projekte wie den Einbau eines 4. Gleises im Bahnhof Stadelhofen.
Das Wachstum zeigt sich auch im Ticketverkauf. Von 1991 – 2010 sind die Einnahmen von 334 Mio. bis auf 622 Mio. gestiegen. Es wurde uns aufgezeigt, welche Faktoren den Vertrieb beim ZVV beeinflussen. Auf der einen Seite ist es die Gesetzgebung (Wirtschaftlichkeit) und die Politik, auf der anderen Seite das sich stetig verändernde Umfeld (Standards des DV, Technologie, Zugang der Tarifsysteme).
Nach diesem Ein- und Überblick in den ZVV, stand unser Gast noch für Fragen zur Verfügung.
Die Mitglieder machten davon rege Gebrauch und es wurden Fragen über Werbeflächen an Fahrzeugen, Anpassungen von Öffnungszeiten, Halbstunden-Takt im Rafzerfeld, Anschlussbrüche der S3 in Lenzburg etc. gestellt. Herr Kagerbauer beantwortet die Fragen kompetent und wurde dann von unserem Präsident, mit zwei Flaschen Wein als Präsent, verabschiedet.
Anschliessend ging die Sitzung mit den statutarischen Geschäften weiter. So wurden das Protokoll der Herbstversammlung, die Rechnung 2010 und das Budget 2011 von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Danach ging es zum gewichtigen Traktandum «Wahlen», wo Ersatz für die Kassierin und je ein GPK Mitglied bzw Ersatzmitglied zu wählen waren. Den Wahlvorschlägen des Vorstandes wurde in allen Fällen zugestimmt und somit ist neu Sandra Sax für die Sektionskasse zuständig, während Manuela Näf (Mitglied GPK) und Remo Gatti (Ersatzmitglied GPK) die Geschäftstätigkeit des Vorstandes unter die Lupe nehmen werden. Die ausscheidenden Funktionäre Sylvie Niklaus (Kassierin) und Urs Beugger (GPK), wurden vom Präsidenten gebührend verabschiedet und erhielten als «Danke schön» je ein Präsent. Weiter informierte uns der Präsident über den Mitglieder-Wettbewerb SBV, das Fusionsprojekt SBV – VPV, die Unterschriftensammlung zur Mindestlohn-Initiative, die PeKo-Wahlen und ganz brisant über das neue Lohnsystem ToCo. Um 22.30 Uhr war dann Schluss und mit dem Hinweis auf die am Freitag 28.10.2011 stattfindende Herbstversammlung (Ort + Thema werden noch bekanntgegeben) verabschiedete der Präsident die Anwesenden und wünschte uns eine sichere Heimkehr.
Der Berichterstatter: René Näf
